Dein neues Jahr darf anders beginnen

Weglaufen klappt leider nicht.

Deine Themen kommen mit, ob du willst oder nicht. Heilung beginnt mit Zuhören und in sich hineinhören.

Zu Beginn des neuen Jahres möchte ich dich einladen, einen Moment innezuhalten und wahrzunehmen, wie es dir wirklich geht.

Vielleicht gehörst du auch zu denen, die froh sind, dass das Jahr 2025 endlich vorbei ist.

Nun ist das neue Jahr bereits ein paar Tage alt und du bemerkst, dass du vor dir selbst nicht weglaufen kannst. Du hast dich und deine Themen einfach mitgenommen: deine Ängste, deine innere Unruhe fühlen sich vertraut an und die Unzufriedenheit, die Erschöpfung ist immer noch nicht weg.

Ich gebe zu, manchmal wünsche auch ich mir, dass ich alles abschütteln oder mich einfach „Blitzdingsen“ lassen kann wie in dem Film „Men in Black“. Das würde aber auch bedeuten, dass ich mich an das Schöne, an all die großartigen Dinge in meinem Leben, nicht mehr erinnern kann.

Das neue Jahr wird nicht leichter, nur weil der Kalender wechselt,
aber es kann ehrlicher werden. 

Ein neues Jahr fühlt sich oft an wie ein leeres Blatt. Im Prinzip ist es das auch und es liegen Buntstifte daneben. Und gleichzeitig bringst du alles mit, was dich geprägt hat. Deine Erfahrungen, deine Strategien, deine inneren Spannungen. Vielleicht hast du dir vorgenommen, dieses Jahr ruhiger zu werden. Mehr bei dir zu sein. Weniger zu funktionieren. Und vielleicht merkst du trotzdem: Die innere Unruhe ist nicht einfach verschwunden, nur weil der Kalender wechselt.

Das liegt nicht daran, dass du etwas falsch machst. Viele Themen entstehen nicht im Heute, sondern haben ihre Wurzeln viel tiefer. Im Unterbewusstsein. Dort, wo alte Schutzmechanismen, Glaubenssätze und Ängste leise weiterwirken, oft schon seit vielen Jahren/Jahrzehnten oder generationsübergreifend, weil alte Muster einfach weitergelebt werden. 

In Einzelsitzungen können wir sehr viel bewegen. Sie sind wertvoll, stärkend und manchmal genau das, was es braucht. Wie ein Löschen eines brennenden Feuers, wenn es gerade zu viel wird.

Und gleichzeitig erlebe ich immer wieder:
Wenn bestimmte Themen immer wieder auftauchen, wenn sich Muster trotz Einsicht und Bemühung nicht nachhaltig verändern, dann geht es oft nicht um ein einzelnes Feuer, sondern um das, was darunter weiterglimmt. Tiefere Themen brauchen Zeit & Raum. Und eine kontinuierliche Begleitung, die nicht nur Symptome beruhigt, sondern Zusammenhänge sichtbar macht und im Unterbewusstsein neue Erfahrungen ermöglicht.

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Vielleicht ist dieses Jahr nicht dafür da, dich weiter anzustrengen oder noch mehr „richtig“ zu machen. Sondern dafür, dir selbst ehrlicher zu begegnen. Mit allem, was gesehen werden möchte. Genau aus diesem Grund habe ich mein Intensivprogramm entwickelt. 

Es ist eine Einladung, sich über einen längeren Zeitraum (ca. 12 Wochen – Veränderung braucht häufig 60 – 90 Tage) wirklich den eigenen Themen zuzuwenden, in die Tiefe zu gehen und Veränderung nicht nur zu verstehen, sondern zu verankern.

Wenn du spürst, dass dich bestimmte Themen schon lange begleiten, dass du viel reflektierst und trotzdem innerlich unter Druck stehst, dann könnte dieses Jahr der richtige Moment sein, es anders anzugehen. In deinem Tempo. Mit Halt. Und mit dem Blick auf das, was wirklich wirkt.

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2025 war für viele Menschen ein Jahr, in dem dass innere Ungleichgewicht spürbar wurde. Alte Muster wie Funktionieren, Anpassen und Durchhalten kosteten plötzlich mehr Kraft als früher. Das hat nichts mit Rückschritt zu tun, sondern ist ein Zeichen, dass du dir deine Themen anschauen darfst/sollst. 

Wenn man den Vorhersagen Glauben schenken darf, bringt 2026 mehr innere Klarheit und Stabilität, nicht nur, weil das Leben einfacher wird, sondern weil wir uns selbst besser führen und halten können. Wer jetzt hinschaut und sich ernst nimmt, schafft die Grundlage für mehr Ruhe, Abgrenzung und innere Sicherheit. 

Reflektionsfragen für dich zum Jahresbeginn

  1. Welche Themen zeigen sich in meinem Leben immer wieder, auch wenn ich mir wünsche, dass sie leichter werden dürfen?
  2. In welchen Momenten nehme ich wahr, dass in mir Unruhe entsteht, obwohl im Außen gerade nichts Besonderes passiert?
  3. Welche inneren Muster kenne ich gut von mir, auch wenn ich sie mir schon oft erklärt habe?
  4. Wo in meinem Alltag bin ich sehr im Tun, obwohl ich mir innerlich mehr Ruhe oder Entlastung wünsche?
  5. In welchen Situationen versuche ich, mich selbst schnell zu beruhigen, statt dem Raum zu geben, was sich gerade zeigt?
  6. Welche Gefühle halte ich vielleicht ein wenig zurück, weil sie mir zu viel erscheinen oder ich niemanden damit belasten möchte?
  7. Was würde sich verändern, wenn ich mir erlauben würde, nicht sofort eine Lösung finden zu müssen?
  8. Welche Themen sind in mir noch präsent, auch wenn sie im Außen gerade keine große Rolle spielen?
  9. Was wünsche ich mir nicht nur für mein Leben, sondern für mein inneres Erleben im kommenden Jahr?
  10. Wenn dieses Jahr mir eine leise Einladung aussprechen würde, was möchte in mir gesehen und liebevoll begleitet werden?


Und speziell für dich als überforderte Mama:

  1. In welchen Momenten stelle ich meine eigenen Bedürfnisse hinten an, ohne es bewusst zu merken?
  2. Wo wünsche ich mir mehr Raum für mich, habe mir diesen aber bisher nur selten erlaubt?
  3. Welche Erwartungen an mich selbst als Mutter setzen mich innerlich unter Druck?
  4. Wann fühle ich mich verantwortlich für die Gefühle anderer und verliere dabei den Kontakt zu mir?
  5. Was würde sich verändern, wenn ich mir selbst als Mutter mit mehr Nachsicht und Freundlichkeit begegnen dürfte?

Wenn du spürst, dass dich ein Thema schon länger begleitet und du dir nachhaltige Veränderung wünscht, dann schreib mir gerne eine Nachricht. Wir schauen gemeinsam und ohne Druck, welche Form meiner Begleitung für dich gerade stimmig ist. 

Ich wünsche dir ein wunderbares neues Jahr, in dem du dir selbst näher kommst und Veränderung nicht mehr erkämpfen musst. 

Herzliche Grüße
sendet dir 
Tanya Seidel